Ist es möglich, ökologisch zu reisen?

Achensee in Tirol (Österreich) Rainer Sturm  / pixelio.de

Achensee in Tirol (Österreich)
Rainer Sturm / pixelio.de

Heutzutage kann man ohne Probleme die ganze Welt entdecken – vom Himalaya bis hin zum Regenwald stehen sämtliche Naturräume dem westlichen Touristen offen. Doch lässt sich das auch ökologisch vertreten?

Eine schwierige Frage. Wirklich nachhaltig reisen ist tatsächlich noch nicht möglich, aber man kann schon darauf achten, dass die Natur nicht zu kurz kommt. Zunächst einmal muss man nicht überall hin fliegen. Wer zum Beispiel von Hamburg nach Berlin möchte, kann in weniger als zwei Stunden mit dem ICE am Ziel sein, ganz ohne lästiges Check-In oder auf den Koffer warten. Das es umweltbewußtes ist, mit der Bahn zu fahren als mit dem Auto, sollte ohnehin klar sein.

Wer eine Fernreise bucht, kommt im Normalfall um einen Flug nicht umher. Zwar kann man Flüge noch nicht “grün” gestalten, aber immerhin gibt es bereits erste Tests mit Biodiesel. Um nicht unnötigerweise die Umwelt mit den vom Flugzeug ausgestossenen Emissionen zu belasten, sollte man überdies darauf achten, dass man lieber einen zweiwöchigen Urlaub macht, statt mehrere Kurztrips. Auch sollte man darauf achten, dass man die einheimische Natur nicht stört – man muss nicht um jeden Preis Wale sehen, wenn man weiß, dass durch die Bootstouren andere Tierarten gefährdet werden könnten.

Mittlerweile gibt es mit dem CSR-Tourism-Award auch ein Biosiegel, welches Reiseveranstalter, Reisebüros und auch Hotels bescheinigt, dass sie möglichst nachhaltig agieren. Dies bedeutet, dass sie darauf achten, dass ihre Reisen möglichst nachhaltig sind. Wer all dies beachtet, kann sich auf dem Reiseportal My-Entdecker (http://www.my-entdecker.de/) einfach mal umschauen, welche Reiseziele interessant wären – und ob sich nicht auch ein Urlaub in Deutschland lohnen würde, denn wenn man auf Fernreisen verzichtet, schont man die Umwelt noch am meisten.

Ratgeber: Strom sparen im Haushalt

Sparen, Quelle: Wilhelmine Wulff / pixelio.de

Ständig wird uns gesagt, wir sollen Strom und CO2 sparen, doch wissen Sie tatsächlich, wie das geht? Und was hat Strom mit CO2 gemeint? Hier ein paar aufklärende Tipps zum Verbrauch und Verhalten.

Auf die Frage, wie Strom und CO2 zusammengebracht werden können, denken Sie an die Gewinnung von Energie. Zwar ist im Strom kein CO2 enthalten, doch bei der Produktion entsteht das giftige Gas. Dies passiert nicht nur bei der Verbrennung der Stoffe, mit denen die stromerzeugenden Turbinenen angetrieben werden, sondern auch bei der Entsorgung und während des Transports.

Mit dem richtigen Verhalten und einem neu zusammengestellten Strommix, kann man sowohl CO2, als auch Strom sparen.

Im ersten Schritt sollten Sie ihre Haushaltsgeräte unter die Lupe nehmen. Kühl- und Gefrierschränke verbrauchen viel Energie. Sie sollten diese Geräte in regelmäßigen Abständen enteisen, denn sonst kann sich eine dicke Eisschicht an der Türdichtung festsetzen. Wenn Ihr Gefrierfach nicht mehr richtig schließt, verbraucht er mehr Energie, da er trotzdem genügend kühlen muss. Wenn Ihre Türdichtung defekt ist, sollten Sie schnell eine neue Dichtung einbauen, denn sonst kann es für Sie teuer werden. Eine gerade mal fünf Millimeter dicke Eisschicht an der Tür, kann Ihren Stromverbrauch um 30 Prozent steigern. Achten Sie ebenfalls drauf, dass Ihr Kühlschrank oder Ihr Gefrierschrank nicht neben einem Herz oder einer Heizung steht. Als idealer Platz für Kühlgeräte ist der Keller oder ein anderer kühler Raum. Mit neuen Energiesparenden Geräten können Sie ebenfalls bis zu 50 Prozent Energieverbrauch einsparen.

Eine weitere Quelle für hohen Energieverbrauch ist die Waschmaschine. Passen Sie darauf auf, dass Sie nie eine halb gefüllte Maschine in Gang setzen. Waschen sie außerdem Ihre Wäsche bei 30 Grad, das spart an Strom. Sollten Sie einen Wäschetrockner besitzen, benutzen Sie ihn nur in Ausnahmefällen. Es ist ein reiner Stromfresser.

Sollten Sie als dritten Punkt auch noch auf Ökostrom umstellen, mindern Sie Ihren CO2-Ausstoss und können so Ihren Geldbeutel schonen.

Nach der Klimakonferenz ist vor der Klimakonferenz

Erderwärmung © Werner Schwehm - Fotolia.com

Erderwärmung © Werner Schwehm – Fotolia.com

Und wieder ist ein Jahr vergangen, dass zumindest aus Sicht des Klimaschutzes keine neuen, bewegenden oder verändernden Erkenntnisse geliefert hat. Auch in diesem Jahr trafen sich die Vertreter der großen Industrieländer sowie der Europäischen Union, um sich im Rahmen der Klimakonferenz über Pläne und Vorhaben auszutauschen, um unter anderem die bedrohliche Erderwärmung in den Griff zu bekommen. In der Südafrikanischen Stadt Durban wurde heftig gestritten, verhandelt und ignoriert. Ignoriert, dass es in derzeitigem Tempo kaum eine Chance gebe, die Umwelt nachhaltig zu retten. So sehen es zumindest Umweltverbände und Umweltschutzorganisationen, die wie jedes Jahr die Ergebnisse der Konferenz stark kritisieren.

Im Mitelpunkt der Kritik steht wiedermal die USA, aber auch China, Indien Russland, Kanada und Japan sorgen für Unmut, da wichtige, richtungsweisende Entscheidungen blockiert oder vertagt werden. Die Vereinigten Staeten, die das Kyoto-Protokoll und entsprechende Beschlüsse sowieso nicht anerkennen, treten auf die Bremse und wollen eine neues rechtsverbindliches Abkommen erst nach 2020 in Angriff nehmen. Dem Beispiel des großen Nachbarn hat sich nun auch Kanada zu eigen gemacht und ist am Ende der Konferenz kurzerhand aus dem Kyoto-Protokoll ausgetreten. Als Gründe werden vor allem finanzielle Belastung aufgrund der anhaltenden Finanz- und Wirtschaftkrise genannt. Indien hat sich zumindest für eine Kompromiss erweichen lassen, den sich am Ende auch die USA schweren Herzens und mit einem großen Aber angeschlossen hat. So kann in einer zweiten Verpflichtungsperiode des Abkommens, neue Minderungsziele eingereicht werden, die dann zu diskutieren sind. Wie lange diese Pause andauern wird, ist indes unbekannt und soll auf der nächsten Konferenz beschlossen werden. Nach der Klimakonferenz ist wie immer vor der Klimakonferenz, die im nächsten Jahr in Katar stattfinden wird. Ob sich bis dahin etwas bewegt, ist jedoch mehr als fraglich.

Das erste gläserne Bioenergiedorf Deutschlands

Grüne Natur, Quelle: Lutz Stallknecht / pixelio.de

Darf ich vorstellen, das erste gläserne Bioenergiedorf Deutschlands – Siebeneich. Vor einigen Tagen wurde der Schritt in die Bioenergie gefeiert. Als Belohnung gab es vom Landwirtschaftsminister Alexander Bonde einen Förderbescheid in Höhe von 13.500 Euro.

In der Bioenergie-Region Hohenlohe-Odenwald-Tauber können nun Schüler und interessierte Erwachsene über den Miscanthus-Anbau und die Miscanthusheizungen bis hin zu Biogasanlagen informiert werden.

Geplant ist ebenso ein Schaugarten mit nachwachsenden Energieträgern. Diese erneuerbaren Energien sollen aus Chinaschilf und Energiehölzern wie Pappel, Weide Robinie und Blauglockenbaum gewonnen werden.

In naher Zukunft wird ebenso eine Windenergieanlage gebaut, so Ortsvorsteher Reinhold Brück. Bei der Feier des Bioenergiedorfes Siebenreich dankte der Landrat Helmut Jahn den Bürgern und Bürgerinnen für die Umsetzung der klimafreundlichen Energieversorgung.


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Ob die Energie für das gesamte Dorf ausreicht? Mehr als das. Rund das 2,6-fache des eigentlichen Bedarfes wird direkt in Siebenreich erzeugt.

Für die konstante Energiegewinnung sorgen sowohl sechs Solaranlagen für Warmwasserzubereitung, als auch Pelletheizungen, elf Holzheizungen und 22 kombinierte Holzheizungen. Insgesamt 20 Haushalte und zwei Gewerbeobjekte sind an die örtliche Fernwärme angeschlossen.

Es es soll stetig mehr werden. Der Einsatz der Siebenreicher ist wahrlich lobenswert, denn sie haben es erreicht und erfüllen alle Vorgaben für ein Bioenergiedorf. So muss laut der Verordnung mindestens soviel Strom erzeugt werden, wie das Dorf braucht. Ebenso müssen 50 Prozent der Anlagen im Besitz von Wärmeabnehmern und Landwirten sein. Sowohl Gentechnik und Maismonokulturen sind hier nicht gestattet.

Der HOT-Geschäftsführer lobte das Dorf und zeigte sich begeistert, was die Gewinnung der Energie, als auch die Arbeitsplatzgewinnung anbelangt. Neben dem Preisgeld erhielt das Dorf ein Bioenergiedorf-Ortsschild, das allen Besuchern von Siebenreich zeigen soll, wie fortschrittlich die Bürger hier im Ort sind.

Kommt nun eine Öko-Energie-Quote?

Zu viele Photovoltaikanlagen

Zu viele Photovoltaikanlagen

Deutschland hat mit seiner Energiewende ganz schön tun. Denn es vergehen kaum Wochen, in denen neue Technologien bekannt werden oder Experten bestimmte Subventionsmaßnahmen scharf kritisieren. Nun ist es das Land Sachsen, dass eine komplette Umkremplung des “Erneuerbare-Energien-Gesetz” (EEG) fordert. Dies dürfte der Bundesregierung gar nicht gefallen, da man sich dort schon dazu entschieden hatte, das Thema erst wieder nach der Bundestagswahl aufzugreifen. Nun wird sie jedoch gezwungen sein, sich damit zu beschäftigen, sodass die Energieversorgung großes Potential hat, eines der großen Wahlkampfthemen 2013 zu werden.

Änderung der Subventionsregeln

Ende Januar plant Sachsen einen Antrag für eine Reform des EEG zu stellen. Sollte dies zugelassen werden, landet es direkt beim Bundestag und muss bearbeitet werden. Bei dieser Reform (die als Gesetzesentwurf unter anderem bereits der “Welt” vorliegt) geht es darum, die derzeitige Subventionsregelungen komplett fallen zu lassen und mit einem Quotenmodell, nach schwedischem Vorbild zu regeln. Dies soll den Vorteil haben, dass der Staat den Energiekonzernen nicht mehr vorschreibt, welchen Ökostrom sie verarbeiten müssen, sondern sie frei wählen können. Dadurch entstünde ein echter Wettkampf und vor allem die Windenergie würde nicht mehr so deutlich im Schatten der Photovoltaik stehen. 

Neuer Rekord bei Photovoltaikanlagen

Hinzu kommt außerdem, dass der Photovoltaikausbau gebremst werden müsse, da derzeit mehr Anlagen im Umlauf seien, als es überhaupt Leitungen zur Einspeisung dafür gebe. Der Bundesregierung ist dies ebenfalls bewusst, jedoch hat sie noch kein wirkliches Mittel dafür gefunden. So wurden die hohen Subventionen zwar seit Sommer des vergangenen Jahres drastisch reduziert, was jedoch nichts daran änderte, dass 2012 ein neuer Rekordwert an neu installierten Photovoltaikanlagen verzeichnet werden konnte. Gerade den sogenannten Geringverdienern dürfte der Vorschlag Sachsens daher sehr gelegen kommen, da sie diejenigen sind, die durch den Photovoltaikboom am meisten draufzahlen müssen.

 

Bilderrechte: © panthermedia.net Jens Ickler

Ökostrom-Umlage trifft die Geringverdiener besonders

Teurer Ökostrom

Teurer Ökostrom

Deutschland ist das Land in der Krise, das die führende Position im gesamten Euro-Gebiet einnimmt. Das deutsche Modell ist leistungsstark und effizient.  Doch längst ist bekannt, dass Deutschlands starke Position daher rührt, dass sich hierzulande seit Jahren die Löhne nicht erhöht haben, während andere ihre Lohnstückkosten erheblich erhöht haben – über das Niveau der Teuerungsrate hinaus. Das führt dazu, dass deutsche Produkte auf dem Weltmarkt viel billiger sind als die der anderen Länder.

Geringe Löhne – günstige deutsche Produkte

Deutschland verkauft mehr und kann seinen Handelsbilanzüberschuss weiter stärken, während andere Länder in derselben politischen Union weiterhin nur davon träumen. Unter der rot-grünen Regierung und Schröders eiserner „Agenda 2010“-Hand, die viele Sparreformen in der Bundesrepublik umsetzte, bastelten die Politik weiter an einer Konstellation, die in einer kapitalistischen Gesellschaftsform Bedingung ist: Es gibt besonders reiche und besonders arme Menschen. Die Mitte, der Mittelstand wie es die Politik gerne sagt, hält zusammen, was zusammen gehört: die Gesellschaft.

Einsparungen zu Lasten der Armen und zu Gunsten der Reichen

Doch neben Mehrwertsteuer-Erhöhungen und Spitzensteuersatz-Senkungen präsentiert die heutige Regierung dagegen etwas raffiniertes. Etwas, was der durchschnittliche Bürger auf den ersten Blick nicht erkennt – oder nicht erkennen soll. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz, kurz EEG, ist eines dieser raffinierten Methoden der Politik. Da bezahlen die, die sowieso schon wenig haben, 1,3 Prozent für die Subventionierung von Ökostrom. die Reichen dagegen nur 0,2 Prozent. Diese Zahlen stammen vom IW, dem Institut der deutschen Wirtschaft. Für Geringverdiener hat das härtere Folgen als für die, die viel haben. Von 6,00 Euro Ökostrom-Beihilfen steigen die Kosten für die zehn ärmsten Haushalte auf 8,75 Euro pro Monat. Das macht eine Steigerung von 2,75 Euro. Die zehn reichsten Haushalte zahlen dagegen im kommenden Jahr 3,55 mehr, insgesamt 10,75 Euro im Monat.

Teurer Ökostrom – besonders für Geringverdiener

Nun könnte man meinen, die Reichen bezahlen doch schon mehr als die Armen. Das ist soweit richtig, jedoch treffen in reicheren Gesellschaftsschichten kleinere Erhöhungen im einstelligen Euro-Bereich die Menschen nicht so hart wie die Menschen, die am Existenzminimum leben und wo  kleine Centbeträge schon darüber entscheiden, wie viel und ob überhaupt etwas am Monatsende übrig bleibt. Das deutsche Modell ist erfolgreich – aber leider nur für die, die viel haben. Für die, die wenig haben bedeutet das deutsche Modell nichts mehr als es durch die deutschen Haushalte eh seit Jahren klingt: Sparen, rechnen und auf die nächste Lohnerhöhung warten.

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Energiekosten steigen weiterhin

Energiepreise steigen stärker als die Nettokaltmiete.

Energiepreise steigen stärker als die Nettokaltmiete.

Die Strom- und Energiekosten klettern weiter in die Höhe. Die Kosten für Gas, Heizöl und andere Haushaltsenergie sind in den letzten zwölf Jahren mehr als um das Doppelt gestiegen. Sie sind – vernachlässigt man Effekte der Gentrifizierung – die größten Preistreiber für das Wohnen.

Preissprung für Energie- und Baukosten

Axel Gedaschko vom Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienwirtschaft (GdW) macht es mit ein paar Zahlen deutlich. Während in den vergangen zwölf Jahren die Nettokaltmieten um 15 Prozent stiegen, legten die Strompreise um 78 Prozent zu. Außerdem stiegen auch die Kosten für den Neubau. Gerade in Städten ist der Neubau teuer geworden. Das folgt der marktwirtschaftlichen Logik: Je größer die Nachfrage, desto höher die Preise. Nach diesem Prinzip sind auch die Baustoffe, wie Dämmmaterial, für das energetische Sanieren teuer geworden, seit die Energie-Auflagen der Bundesregierung verschärft wurden. Ab das Jahr 2000 sind die Kosten für das Material um rund 50 Prozent gestiegen.

Die Energiepreise legten vor allem in den letzten zwei Jahren gehörig zu. So haben das Heizöl und Gas seit Ende 2009 um 20 Prozent zugelegt. Doch nicht nur für Energie muss in die Tasche gegriffen werden, auch die Wasserpreise sind in die Höhe gegangen. Das gilt für frisches Wasser wie für Abwasser.

Die GdW fordert mehr Geld vom Bund für die Wohnraumförderung

Neben der Preissteigerung für Energie, sieht der GdW vor allem im Neubau ein Problem. Denn neue Wohnungen werden nur im oberen Mietpreissegment gebaut. Schuld wären hohe Preise für Bauland und der teure Bau selbst. Damit wird Bevölkerungsgruppen mit geringem Einkommen das Wohnen im Neubau verwehrt. Gedaschko fordert deshalb den Bund auf, Wohnraumförderung von mindestens 518 Millionen Euro zur Verfügung zu stellen. Das Geld muss allerdings von den Ländern auch wirklich für den Wohnungsbau eingesetzt werden und nicht in der Sanierung der Landeshaushalte verschwinden. Außerdem spricht sich der GdW für mehr Geld in der Städtebauförderung aus. Statt der heutigen 450 Millionen Euro, sollen zukünftig 655 Millionen Euro jährlich gezahlt werden.

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Energieberater für alle Haushalte gefordert

Im kommenden Jahr steigt der Strompreis. Grund dafür: der Umstieg auf erneuerbare Energie

Im kommenden Jahr steigt der Strompreis. Grund dafür: der Umstieg auf erneuerbare Energie

Die Erhöhung der EEG-Umlage, dem Gesetz für Erneuerbare Energien, hat viele Fragen aufgeworfen. Mit beinahe 5,3 Cent pro Kilowattstunde hat sie einen neuen Rekordwert erreicht – man diskutiert nun, wie man mit der anstehenden Preiserhöhung umgehen soll.

Zum Verständnis: Die Umlage steigt auf etwas über fünf Cent, um damit erneuerbare Energien weiter fördern zu können. Eigentlich eine sehr löbliche Sache, die sich allerdings bei den Verbrauchern drastisch niederschlägt. Eine Durchschnittsfamilie hat so nämlich Mehrkosten von bis zu 60 Euro jährlich. Der Grund für die Erhöhung ist ein unerwarteter Zubau von Photovoltaikanlagen, die mittels Solarzellen Sonnenenergie in elektrische Energie umwandeln. Innerhalb der politischen Lager beginnt nun die Debatte darum, wer Schuld an der Erhöhung trägt. Es wurden bislang allerdings kaum Äußerungen dazu getroffen, wie man sie eindämmen könnte. Peter Altmaier von der CDU hat diskutiert, ob man eventuell die Stromkosten für die einzelnen Haushalte senken sollte. Die Stromsteuer soll allerdings nicht gesenkt werden. Altmaier schlägt darüber hinaus vor, eine kostenfreie Energieberatung für Privathaushalte einzuführen: So solle es möglich sein, das Energiesparziel von zehn Prozent bis 2020 umzusetzen.

Sparlampen und abschaltbare Stecker können dabei schon Großes bewirken. Allerdings ist es dafür eben unabdingbar, die Haushalte angemessen zu beraten, denn nur die Wenigsten wissen, wie es sich clever sparen lässt. Nur dann kann die Energiewende gelingen. Übrigens holt sich heute schon jeder zehnte Haushalt Hilfe in Sachen Energieeinsparung. Haushalten, die ohnehin schon ein geringes Einkommen haben, soll darüber hinaus bei der Umsetzung der Sparvarianten geholfen werden. Konkrete Zahlen gibt es auch schon, und zwar vom Deutschen Caritasverband und dem Bundesverband der Energie- und Klimaschutzagenturen: 80 000 Haushalte haben die Angebote zum Stromsparen bereits wahrgenommen, die Ersparnis lag dabei bei 86 Euro im Jahresdurchschnitt.

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EU droht China mit Strafzöllen für die Solarbranche

Innerhalb der Solarbranche droht ein Zoll-Streit mit China

Innerhalb der Solarbranche droht ein Zoll-Streit mit China

Die EU droht der rasant wachsenden Solarbranche in China mit der Einführung von Strafzöllen. Hierzu eröffnete die EU-Kommission ein Antidumping-Verfahren. Der Fall ist beispiellos, da die Höhe der Importe einen Wert von 21 Milliarden Euro pro Jahr erreicht.

Solar-Dumping soll gestoppt werden

Im Juli hatte der europäische Branchenverband der Hersteller von Solarmodulen Pro Sun Beschwerde bei der Kommission eingelegt. Der Verband wirft den chinesischen Herstellern vor, ihre Waren im Ausland unter Wert zu verkaufen, um anderen Herstellern zu schaden. Der Marktanteil von chinesischen Solarpaneelen beträgt in der EU zwischen 70 und 80 Prozent. Die EU-Behörde könnte frühestens im November Strafzölle für Solarprodukte aus China verlangen, die endgültige Entscheidung wird vom Ministerrat erst 2013 getroffen. Das Handelsministerium der USA hat bereits Anti-Dumping-Zölle gegen die chinesische Solarbranche eingeführt.

Handelsstreitigkeiten vermeiden

Aus dem EU-Parlament mehren sich Stimmen, die nach einer Verhandlungslösung verlangen und einen Solarkrieg vermeiden wollen. Ein Sprecher des chinesischen Handelsministeriums in Peking gab an, eine Beschränkung werde nicht nur der europäischen und chinesischen Industrie schaden, sondern auch der weltweiten Entwicklung der Sonnenenergie. Er fordert die EU auf, die chinesischen Vorschläge in Erwägung zu ziehen und die Spannungen im Solarbereich durch Gespräche und Kooperationen aus der Welt zu schaffen. EU-Unternehmen befürchten nun auch Vergeltungsschläge auf dem chinesischen Markt, wie es sie in der Vergangenheit schon des öfteren gab. Der Präsident der europäischen Handelskammer Davide Cucino äußerte sich besorgt: „Wir glauben, dass es die beste Lösung wäre, sich zu einem konstruktiven Dialog an einen Tisch zu setzen. Jedes mal, wenn es einen solchen Fall gibt, sehen wir sofort eine Retourkutsche.“ Derzeit gibt es zahlreiche Handelsstreitigkeiten zwischen der EU und China. Strafzölle verhängte die Union bereits im Jahre 2005 auf Schuhimporte aus China und Vietnam. Derzeit beschäftigt sich auch die WTO mit dem Streit zwischen EU, USA und China um den Rohstoff „seltene Erden“.

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Pullis, Lüften & Co – Tipps zum Energie sparen

Richtig Lüften macht viel aus

Richtig Lüften macht viel aus

Wer möchte nicht gerne am Ende des Monats noch Geld übrig haben? Vielleicht für den Traumurlaub sparen oder sich mal was Neues zum Anziehen gönnen. Geld sparen endet aber nicht damit, weniger Geld auszugeben. Es fängt schon bei den vermeintlich kleinen Dingen an, die sich im Laufe des Jahres erheblich summieren. So lässt sich bares Geld sparen, wenn man anfängt, Energie zu sparen.

Allein durch die Senkung der Raumtemperatur um 1 Grad lassen sich 6 Prozent Energie einsparen. Studien zeigen, dass immer noch viele Wohn- und Schlafräume “überheizt” sind. So genügen im Schlafzimmer 16 bis 17 Grad aus. Richtiges Lüften, gerade im Winter, kann zusätzlich Energie sparen. Statt das Fenster auf Kippe zu haben, ist Stoßlüften die bessere Variante, die Räume mit frischer Luft zu versorgen und Schimmel vorzubeugen. Möbel sollten niemals vor Heizkörpern stehen, um die Luftzirkulation zu ermöglichen. Gleichzeitig vermeidet man, dass zu viel Wärme durch die Außenwand entweicht. Diese sollte zusätzlich isoliert werden. Gleiches gilt für undichte Fenster und Türen, dich mit Dichtungsbänder abgedichtet werden sollten. Ist man stark kälteempfindlich, hilft es, ab und zu mal einen Pullover anzuziehen, statt gleich die Heizung aufzudrehen. So lässt sich die neue Herbstmode schon mal Zuhause ausprobieren. Streetwear eignet sich prima, denn sie ist bequem und stylisch zugleich. Defshop hat tolle Angebote und lässt einen sicher nicht frieren – Wer sich davon überzeugen will, kann sich hier für den Herbst umsehen. Und wer sich an die Tipps zum Energiesparen hält, hat am Ende auch das nötige Kleingeld, um sich das ein oder andere schicke Teil kaufen zu können. Dabei tut man nicht nur was für sich, sondern auch für die Umwelt. Denn Energie sparen heißt auch die Umwelt entlasten.

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