Deutschland hat mit seiner Energiewende ganz schön tun. Denn es vergehen kaum Wochen, in denen neue Technologien bekannt werden oder Experten bestimmte Subventionsmaßnahmen scharf kritisieren. Nun ist es das Land Sachsen, dass eine komplette Umkremplung des “Erneuerbare-Energien-Gesetz” (EEG) fordert. Dies dürfte der Bundesregierung gar nicht gefallen, da man sich dort schon dazu entschieden hatte, das Thema erst wieder nach der Bundestagswahl aufzugreifen. Nun wird sie jedoch gezwungen sein, sich damit zu beschäftigen, sodass die Energieversorgung großes Potential hat, eines der großen Wahlkampfthemen 2013 zu werden.
Änderung der Subventionsregeln
Ende Januar plant Sachsen einen Antrag für eine Reform des EEG zu stellen. Sollte dies zugelassen werden, landet es direkt beim Bundestag und muss bearbeitet werden. Bei dieser Reform (die als Gesetzesentwurf unter anderem bereits der “Welt” vorliegt) geht es darum, die derzeitige Subventionsregelungen komplett fallen zu lassen und mit einem Quotenmodell, nach schwedischem Vorbild zu regeln. Dies soll den Vorteil haben, dass der Staat den Energiekonzernen nicht mehr vorschreibt, welchen Ökostrom sie verarbeiten müssen, sondern sie frei wählen können. Dadurch entstünde ein echter Wettkampf und vor allem die Windenergie würde nicht mehr so deutlich im Schatten der Photovoltaik stehen.
Neuer Rekord bei Photovoltaikanlagen
Hinzu kommt außerdem, dass der Photovoltaikausbau gebremst werden müsse, da derzeit mehr Anlagen im Umlauf seien, als es überhaupt Leitungen zur Einspeisung dafür gebe. Der Bundesregierung ist dies ebenfalls bewusst, jedoch hat sie noch kein wirkliches Mittel dafür gefunden. So wurden die hohen Subventionen zwar seit Sommer des vergangenen Jahres drastisch reduziert, was jedoch nichts daran änderte, dass 2012 ein neuer Rekordwert an neu installierten Photovoltaikanlagen verzeichnet werden konnte. Gerade den sogenannten Geringverdienern dürfte der Vorschlag Sachsens daher sehr gelegen kommen, da sie diejenigen sind, die durch den Photovoltaikboom am meisten draufzahlen müssen.
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