Kommt nun eine Öko-Energie-Quote?

Zu viele Photovoltaikanlagen

Zu viele Photovoltaikanlagen

Deutschland hat mit seiner Energiewende ganz schön tun. Denn es vergehen kaum Wochen, in denen neue Technologien bekannt werden oder Experten bestimmte Subventionsmaßnahmen scharf kritisieren. Nun ist es das Land Sachsen, dass eine komplette Umkremplung des “Erneuerbare-Energien-Gesetz” (EEG) fordert. Dies dürfte der Bundesregierung gar nicht gefallen, da man sich dort schon dazu entschieden hatte, das Thema erst wieder nach der Bundestagswahl aufzugreifen. Nun wird sie jedoch gezwungen sein, sich damit zu beschäftigen, sodass die Energieversorgung großes Potential hat, eines der großen Wahlkampfthemen 2013 zu werden.

Änderung der Subventionsregeln

Ende Januar plant Sachsen einen Antrag für eine Reform des EEG zu stellen. Sollte dies zugelassen werden, landet es direkt beim Bundestag und muss bearbeitet werden. Bei dieser Reform (die als Gesetzesentwurf unter anderem bereits der “Welt” vorliegt) geht es darum, die derzeitige Subventionsregelungen komplett fallen zu lassen und mit einem Quotenmodell, nach schwedischem Vorbild zu regeln. Dies soll den Vorteil haben, dass der Staat den Energiekonzernen nicht mehr vorschreibt, welchen Ökostrom sie verarbeiten müssen, sondern sie frei wählen können. Dadurch entstünde ein echter Wettkampf und vor allem die Windenergie würde nicht mehr so deutlich im Schatten der Photovoltaik stehen. 

Neuer Rekord bei Photovoltaikanlagen

Hinzu kommt außerdem, dass der Photovoltaikausbau gebremst werden müsse, da derzeit mehr Anlagen im Umlauf seien, als es überhaupt Leitungen zur Einspeisung dafür gebe. Der Bundesregierung ist dies ebenfalls bewusst, jedoch hat sie noch kein wirkliches Mittel dafür gefunden. So wurden die hohen Subventionen zwar seit Sommer des vergangenen Jahres drastisch reduziert, was jedoch nichts daran änderte, dass 2012 ein neuer Rekordwert an neu installierten Photovoltaikanlagen verzeichnet werden konnte. Gerade den sogenannten Geringverdienern dürfte der Vorschlag Sachsens daher sehr gelegen kommen, da sie diejenigen sind, die durch den Photovoltaikboom am meisten draufzahlen müssen.

 

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Ökostrom-Umlage trifft die Geringverdiener besonders

Teurer Ökostrom

Teurer Ökostrom

Deutschland ist das Land in der Krise, das die führende Position im gesamten Euro-Gebiet einnimmt. Das deutsche Modell ist leistungsstark und effizient.  Doch längst ist bekannt, dass Deutschlands starke Position daher rührt, dass sich hierzulande seit Jahren die Löhne nicht erhöht haben, während andere ihre Lohnstückkosten erheblich erhöht haben – über das Niveau der Teuerungsrate hinaus. Das führt dazu, dass deutsche Produkte auf dem Weltmarkt viel billiger sind als die der anderen Länder.

Geringe Löhne – günstige deutsche Produkte

Deutschland verkauft mehr und kann seinen Handelsbilanzüberschuss weiter stärken, während andere Länder in derselben politischen Union weiterhin nur davon träumen. Unter der rot-grünen Regierung und Schröders eiserner „Agenda 2010“-Hand, die viele Sparreformen in der Bundesrepublik umsetzte, bastelten die Politik weiter an einer Konstellation, die in einer kapitalistischen Gesellschaftsform Bedingung ist: Es gibt besonders reiche und besonders arme Menschen. Die Mitte, der Mittelstand wie es die Politik gerne sagt, hält zusammen, was zusammen gehört: die Gesellschaft.

Einsparungen zu Lasten der Armen und zu Gunsten der Reichen

Doch neben Mehrwertsteuer-Erhöhungen und Spitzensteuersatz-Senkungen präsentiert die heutige Regierung dagegen etwas raffiniertes. Etwas, was der durchschnittliche Bürger auf den ersten Blick nicht erkennt – oder nicht erkennen soll. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz, kurz EEG, ist eines dieser raffinierten Methoden der Politik. Da bezahlen die, die sowieso schon wenig haben, 1,3 Prozent für die Subventionierung von Ökostrom. die Reichen dagegen nur 0,2 Prozent. Diese Zahlen stammen vom IW, dem Institut der deutschen Wirtschaft. Für Geringverdiener hat das härtere Folgen als für die, die viel haben. Von 6,00 Euro Ökostrom-Beihilfen steigen die Kosten für die zehn ärmsten Haushalte auf 8,75 Euro pro Monat. Das macht eine Steigerung von 2,75 Euro. Die zehn reichsten Haushalte zahlen dagegen im kommenden Jahr 3,55 mehr, insgesamt 10,75 Euro im Monat.

Teurer Ökostrom – besonders für Geringverdiener

Nun könnte man meinen, die Reichen bezahlen doch schon mehr als die Armen. Das ist soweit richtig, jedoch treffen in reicheren Gesellschaftsschichten kleinere Erhöhungen im einstelligen Euro-Bereich die Menschen nicht so hart wie die Menschen, die am Existenzminimum leben und wo  kleine Centbeträge schon darüber entscheiden, wie viel und ob überhaupt etwas am Monatsende übrig bleibt. Das deutsche Modell ist erfolgreich – aber leider nur für die, die viel haben. Für die, die wenig haben bedeutet das deutsche Modell nichts mehr als es durch die deutschen Haushalte eh seit Jahren klingt: Sparen, rechnen und auf die nächste Lohnerhöhung warten.

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Energiekosten steigen weiterhin

Energiepreise steigen stärker als die Nettokaltmiete.

Energiepreise steigen stärker als die Nettokaltmiete.

Die Strom- und Energiekosten klettern weiter in die Höhe. Die Kosten für Gas, Heizöl und andere Haushaltsenergie sind in den letzten zwölf Jahren mehr als um das Doppelt gestiegen. Sie sind – vernachlässigt man Effekte der Gentrifizierung – die größten Preistreiber für das Wohnen.

Preissprung für Energie- und Baukosten

Axel Gedaschko vom Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienwirtschaft (GdW) macht es mit ein paar Zahlen deutlich. Während in den vergangen zwölf Jahren die Nettokaltmieten um 15 Prozent stiegen, legten die Strompreise um 78 Prozent zu. Außerdem stiegen auch die Kosten für den Neubau. Gerade in Städten ist der Neubau teuer geworden. Das folgt der marktwirtschaftlichen Logik: Je größer die Nachfrage, desto höher die Preise. Nach diesem Prinzip sind auch die Baustoffe, wie Dämmmaterial, für das energetische Sanieren teuer geworden, seit die Energie-Auflagen der Bundesregierung verschärft wurden. Ab das Jahr 2000 sind die Kosten für das Material um rund 50 Prozent gestiegen.

Die Energiepreise legten vor allem in den letzten zwei Jahren gehörig zu. So haben das Heizöl und Gas seit Ende 2009 um 20 Prozent zugelegt. Doch nicht nur für Energie muss in die Tasche gegriffen werden, auch die Wasserpreise sind in die Höhe gegangen. Das gilt für frisches Wasser wie für Abwasser.

Die GdW fordert mehr Geld vom Bund für die Wohnraumförderung

Neben der Preissteigerung für Energie, sieht der GdW vor allem im Neubau ein Problem. Denn neue Wohnungen werden nur im oberen Mietpreissegment gebaut. Schuld wären hohe Preise für Bauland und der teure Bau selbst. Damit wird Bevölkerungsgruppen mit geringem Einkommen das Wohnen im Neubau verwehrt. Gedaschko fordert deshalb den Bund auf, Wohnraumförderung von mindestens 518 Millionen Euro zur Verfügung zu stellen. Das Geld muss allerdings von den Ländern auch wirklich für den Wohnungsbau eingesetzt werden und nicht in der Sanierung der Landeshaushalte verschwinden. Außerdem spricht sich der GdW für mehr Geld in der Städtebauförderung aus. Statt der heutigen 450 Millionen Euro, sollen zukünftig 655 Millionen Euro jährlich gezahlt werden.

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Energieberater für alle Haushalte gefordert

Im kommenden Jahr steigt der Strompreis. Grund dafür: der Umstieg auf erneuerbare Energie

Im kommenden Jahr steigt der Strompreis. Grund dafür: der Umstieg auf erneuerbare Energie

Die Erhöhung der EEG-Umlage, dem Gesetz für Erneuerbare Energien, hat viele Fragen aufgeworfen. Mit beinahe 5,3 Cent pro Kilowattstunde hat sie einen neuen Rekordwert erreicht – man diskutiert nun, wie man mit der anstehenden Preiserhöhung umgehen soll.

Zum Verständnis: Die Umlage steigt auf etwas über fünf Cent, um damit erneuerbare Energien weiter fördern zu können. Eigentlich eine sehr löbliche Sache, die sich allerdings bei den Verbrauchern drastisch niederschlägt. Eine Durchschnittsfamilie hat so nämlich Mehrkosten von bis zu 60 Euro jährlich. Der Grund für die Erhöhung ist ein unerwarteter Zubau von Photovoltaikanlagen, die mittels Solarzellen Sonnenenergie in elektrische Energie umwandeln. Innerhalb der politischen Lager beginnt nun die Debatte darum, wer Schuld an der Erhöhung trägt. Es wurden bislang allerdings kaum Äußerungen dazu getroffen, wie man sie eindämmen könnte. Peter Altmaier von der CDU hat diskutiert, ob man eventuell die Stromkosten für die einzelnen Haushalte senken sollte. Die Stromsteuer soll allerdings nicht gesenkt werden. Altmaier schlägt darüber hinaus vor, eine kostenfreie Energieberatung für Privathaushalte einzuführen: So solle es möglich sein, das Energiesparziel von zehn Prozent bis 2020 umzusetzen.

Sparlampen und abschaltbare Stecker können dabei schon Großes bewirken. Allerdings ist es dafür eben unabdingbar, die Haushalte angemessen zu beraten, denn nur die Wenigsten wissen, wie es sich clever sparen lässt. Nur dann kann die Energiewende gelingen. Übrigens holt sich heute schon jeder zehnte Haushalt Hilfe in Sachen Energieeinsparung. Haushalten, die ohnehin schon ein geringes Einkommen haben, soll darüber hinaus bei der Umsetzung der Sparvarianten geholfen werden. Konkrete Zahlen gibt es auch schon, und zwar vom Deutschen Caritasverband und dem Bundesverband der Energie- und Klimaschutzagenturen: 80 000 Haushalte haben die Angebote zum Stromsparen bereits wahrgenommen, die Ersparnis lag dabei bei 86 Euro im Jahresdurchschnitt.

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EU droht China mit Strafzöllen für die Solarbranche

Innerhalb der Solarbranche droht ein Zoll-Streit mit China

Innerhalb der Solarbranche droht ein Zoll-Streit mit China

Die EU droht der rasant wachsenden Solarbranche in China mit der Einführung von Strafzöllen. Hierzu eröffnete die EU-Kommission ein Antidumping-Verfahren. Der Fall ist beispiellos, da die Höhe der Importe einen Wert von 21 Milliarden Euro pro Jahr erreicht.

Solar-Dumping soll gestoppt werden

Im Juli hatte der europäische Branchenverband der Hersteller von Solarmodulen Pro Sun Beschwerde bei der Kommission eingelegt. Der Verband wirft den chinesischen Herstellern vor, ihre Waren im Ausland unter Wert zu verkaufen, um anderen Herstellern zu schaden. Der Marktanteil von chinesischen Solarpaneelen beträgt in der EU zwischen 70 und 80 Prozent. Die EU-Behörde könnte frühestens im November Strafzölle für Solarprodukte aus China verlangen, die endgültige Entscheidung wird vom Ministerrat erst 2013 getroffen. Das Handelsministerium der USA hat bereits Anti-Dumping-Zölle gegen die chinesische Solarbranche eingeführt.

Handelsstreitigkeiten vermeiden

Aus dem EU-Parlament mehren sich Stimmen, die nach einer Verhandlungslösung verlangen und einen Solarkrieg vermeiden wollen. Ein Sprecher des chinesischen Handelsministeriums in Peking gab an, eine Beschränkung werde nicht nur der europäischen und chinesischen Industrie schaden, sondern auch der weltweiten Entwicklung der Sonnenenergie. Er fordert die EU auf, die chinesischen Vorschläge in Erwägung zu ziehen und die Spannungen im Solarbereich durch Gespräche und Kooperationen aus der Welt zu schaffen. EU-Unternehmen befürchten nun auch Vergeltungsschläge auf dem chinesischen Markt, wie es sie in der Vergangenheit schon des öfteren gab. Der Präsident der europäischen Handelskammer Davide Cucino äußerte sich besorgt: „Wir glauben, dass es die beste Lösung wäre, sich zu einem konstruktiven Dialog an einen Tisch zu setzen. Jedes mal, wenn es einen solchen Fall gibt, sehen wir sofort eine Retourkutsche.“ Derzeit gibt es zahlreiche Handelsstreitigkeiten zwischen der EU und China. Strafzölle verhängte die Union bereits im Jahre 2005 auf Schuhimporte aus China und Vietnam. Derzeit beschäftigt sich auch die WTO mit dem Streit zwischen EU, USA und China um den Rohstoff „seltene Erden“.

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Pullis, Lüften & Co – Tipps zum Energie sparen

Richtig Lüften macht viel aus

Richtig Lüften macht viel aus

Wer möchte nicht gerne am Ende des Monats noch Geld übrig haben? Vielleicht für den Traumurlaub sparen oder sich mal was Neues zum Anziehen gönnen. Geld sparen endet aber nicht damit, weniger Geld auszugeben. Es fängt schon bei den vermeintlich kleinen Dingen an, die sich im Laufe des Jahres erheblich summieren. So lässt sich bares Geld sparen, wenn man anfängt, Energie zu sparen.

Allein durch die Senkung der Raumtemperatur um 1 Grad lassen sich 6 Prozent Energie einsparen. Studien zeigen, dass immer noch viele Wohn- und Schlafräume “überheizt” sind. So genügen im Schlafzimmer 16 bis 17 Grad aus. Richtiges Lüften, gerade im Winter, kann zusätzlich Energie sparen. Statt das Fenster auf Kippe zu haben, ist Stoßlüften die bessere Variante, die Räume mit frischer Luft zu versorgen und Schimmel vorzubeugen. Möbel sollten niemals vor Heizkörpern stehen, um die Luftzirkulation zu ermöglichen. Gleichzeitig vermeidet man, dass zu viel Wärme durch die Außenwand entweicht. Diese sollte zusätzlich isoliert werden. Gleiches gilt für undichte Fenster und Türen, dich mit Dichtungsbänder abgedichtet werden sollten. Ist man stark kälteempfindlich, hilft es, ab und zu mal einen Pullover anzuziehen, statt gleich die Heizung aufzudrehen. So lässt sich die neue Herbstmode schon mal Zuhause ausprobieren. Streetwear eignet sich prima, denn sie ist bequem und stylisch zugleich. Defshop hat tolle Angebote und lässt einen sicher nicht frieren – Wer sich davon überzeugen will, kann sich hier für den Herbst umsehen. Und wer sich an die Tipps zum Energiesparen hält, hat am Ende auch das nötige Kleingeld, um sich das ein oder andere schicke Teil kaufen zu können. Dabei tut man nicht nur was für sich, sondern auch für die Umwelt. Denn Energie sparen heißt auch die Umwelt entlasten.

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Ausblick: Regionale Energiekonferenz “Ostdeutschland 2012″

Grüne Energie (© mopsgrafik - Fotolia.com)

Grüne Energie (© mopsgrafik - Fotolia.com)

Die Energiebranche in Ostdeutschland boomt. In den neuen Bundesländern arbeitet jeder 70. Bürger in der Energiebranche und der Trend lässt nicht nach. Zu verdanken haben es diese Bürger ihren Mitmenschen, die sich seit rund einem Jahr für regenerativen Energien interessieren. Nach der Japan-Katastrophe vor über einem Jahr erwachte ein neues Bewusstsein für Umwelt und die Energie. Insbesondere der Produktions- und Forschungsbereich befindet sich mehr denn je im Wachstum.

Am 13. September 2012 wird auf der Regionalen Energiekonferenz „Ostdeutschland 2012“ über die Bedeutung der erneuerbaren Energien diskutiert werden. Ziel ist es, die Nutzung der Braunkohle zu reduzieren und die erneuerbaren Energien noch mehr zu fördern. Im Vordergrund stehen vor allem die wirtschaftlichen Punkte, die die Bundesländer Brandenburg, Thüringen, Sachsen-Anhalt und Sachsen noch mehr nach vorne bringen könnten. Neben den wirtschaftlichen Aspekten soll die Energiewende diskutiert werden. Dies ist in Ostdeutschland nur dann möglich, wenn man es schafft, die Energie einzusparren und die Effizienz zu vergrößern.

Zu den 20 Referenten gehören unter anderem Karl-Ludwig Böttcher, aus dem Städte- und Gemeindebund Brandenburg, Rainer Knauber von der Vattenfall Europe und Jürgen Reinholz, vom Thüringer Ministerium für Landwirtschaft, Forsten, Umwelt und Naturschutz. Thema wird hier vor allem die Diskussion über Ziele und Risiken der Zielvorgaben der Regionen. Bis 2050 möchte bspw. Berlin klimaneutral werden. Brandenburg hat sich vorgenommen, die CO2-Emissionen bis 2030 um 72 Prozent zu senken und auch Sachsen hat sich hohe Ziele gesteckt. Sie möchten die CO2-Emissionen bis 2020 um 25 Prozent verringern. Welches Bundesland wie mit der Situation und den Plänen umgehen möchte, wird auf der Energiekonferenz diskutiert werden. Es gibt viele gute Gründe, weshalb man die Projekte unterstützen und sich für sie einsetzen sollte, doch leicht wird die Durchführung nicht werden.

Energiemesse beschäftigt sich mit Zukunft der Speicherung

© VRD - Fotolia.com

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Die Energiewende in Deutschland ist eigentlich eine Notwendigkeit. Somit ist die Frage, ob sie überhaupt stattfinden soll, obsolet. Allerdings ist die Umsetzung nicht einfach und erfordert vor allem neue Technologien. Denn in Zukunft soll Energie nur noch mit Hilfe erneuerbarer Energien hergestellt werden, also beispielsweise Sonne, Wasser und Wind. Eine der Hauptcharakteristiken dieser Quellen ist jedoch, dass Strom quasi nicht „on demand“ hergestellt werden kann. Deswegen ist das Thema Strom- und Energiespeicherung so wichtig wie nie zuvor. Schließlich muss es in Zukunft möglich sein, Energieüberschüsse zu sparen, um in Zeiten von Engpässen verwendet werden zu können. Ende September beschäftigt sich nun eine ganze Messe in Augsburg mit dem Thema „Zukunftsmarkt Stromspeicherung“. Initiiert wurde die Messe von der REECO GmbH, die in Zusammenarbeit mit dem Verband der Bayerischen Energie- und Wasserwirtschaft e.V. die drei Tage lange Messe organisiert. In Bayern kann die Stromversorgung mit Hilfe erneuerbarer Energien schon kleine Erfolge feiern. So wurden 2011 rund 30 Prozent des Energieverbrauchs aus erneuerbaren Energien gedeckt. Somit wurden knapp 26 Milliarden Kilowattstunden Strom produziert und 7,5 Millionen Haushalte mit regenerativem Strom versorgt werden. Vor allem im Bereich Photovoltaik konnten Erfolge gefeiert werden. So steigerte sich die Energiegewinnung aus Sonnenkraft. Im Gegensatz zu Quellen wie Wasser und Biomasse, ist man im Bereich der Photovoltaik auf Sonnenschein angewiesen. Vor allem in Deutschland und in nördlichen Gebieten ist Solarenergie also auf gute Speichermöglichkeiten angewiesen. Unter Biomasse versteht man Stoffe, die von Lebewesen gebunden oder von ihnen erzeugt werden. Im Energietechnischen Bereich sind damit zum Beispiel Holzpellets, Getreide, Stroh, Biodiesel, Biogas, pflanzliches Treibholz und Altholz gemeint. Vor allem in diesem Jahr scheint die Energiemesse in Augsburg äußerst wichtig zu sein. Denn das Thema Energiewende erfordert nach wie vor viel Arbeit und Diskussionsbedarf.

Ökologisch und energiesparend: Alternative Fertighäuser

© Nestor Costa - Fotolia.com

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Auf eine nachhaltige Bauweise von Häusern wird in der heutigen Zeit immer mehr Wert gelegt. Erreichen kann man dies zum Beispiel durch eine hohe Dämmung, wodurch im Winter weniger geheizt und im Sommer weniger gekühlt werden muss. Dies steigert die so genannte Energieeffizienz, da vor allem beim Heizen weniger unnötige Kosten produziert werden. Allerdings ist eine energiesparende Bauweise nicht nur auf Häuser beschränkt, die auf herkömmliche Art und Weise gebaut werden. Auch Fertighäuser können heutzutage umweltschonend gebaut werden. In diesem Fall ist von Energiespar- und Passivhäusern die Rede. Auch bei diesen Modellen wird zunächst einmal der Energiebedarf durch gute Dämmungen und Isolation gedrosselt. Außerdem werden regenerative Energien für die Erzeugung von Wärme und Strom verwendet. Dabei kann schon die Form des Bauobjekts ein erster Ansatz für das Einsparen von Kosten sein.

Zum Beispiel ist eine kompakte Bauweise zu bevorzugen, da so weniger Fläche entsteht, über die Energie verloren gehen kann. Außerdem werden natürliche Materialien verwendet, die umweltschonend hergestellt wurden. Weiterhin nutzt man Konzepte wie Erdwärmpumpen und Lüftungsanlagen, um eine Wärmerückgewinnung zu erlangen. Somit kann einmal produzierte Wärme sozusagen recycelt werden. Auch Solarenergie wird gerne eingesetzt. Allerdings ist die Nutzung von Solarenergie in unseren Breitengraden manchmal kompliziert, da die Sonnenstunden nicht immer ausreichen, um die komplette Versorgung des Hauses zu garantieren. Zum Beispiel muss auch darauf geachtet werden, wie der Schatten auf dem jeweiligen Grundstück fällt. Natürlich muss man beachten, dass eine energiesparende Bauweise nicht unbedingt die kostengünstigste ist. Später kann man jedoch damit rechnen, zum Beispiel durch ein gut funktionierendes Dämmsystem einige Kosten einzusparen. Allerdings wird der Bau von Passiv- oder Energiesparhäusern teilweise auch durch günstigere Darlehen gefördert. Es ist zum Beispiel auch möglich ein so genanntes „PlusEnergie“ Haus zu bauen. Mit diesem kann mehr Energie gewonnen werden, als tatsächlich gebraucht wird. So können Reserven angelegt werden, die zum Beispiel in sonnenärmeren Zeiten genutzt werden. Hat man hier noch mehr Wissenswertes gelesen, fällt die Entscheidung für den richtigen Hersteller womöglich noch etwas leichter.

Schlechte Stimmung in der Solarindustrie

panthermedia.net/Erwin Wodicka

panthermedia.net/Erwin Wodicka

Auf den ersten Blick sieht es ganz gut aus für die Solarenergie, denn immer mehr Haushalte setzen auf sie. Seit den Beschlüssen zur Energiewende, vor circa einem Jahr, sind immerhin rund 400.000 Solaranlagen in Deutschland neu installiert worden. Die Nachfrage steigt also, doch trotzdem sieht es momentan düster für die Solarenergiebranche aus.
Es sind vor allem die geplanten Förderkürzungen und die billige Konkurrenz aus dem Ausland, welche die Branche so belasten. Insbesondere China gilt im Kampf um Aufträge als harter Konkurrent. Eines der jüngsten Beispiele ist die Photovoltaik-Firma Solarwatt. Diese beantragte beim Amtsgericht Dresden gerade erst einen Insolvenz-Schutzschirm, da sie sich von Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung bedroht sah.
Die Branche äußerste sich zuletzt in einer Umfrage pessimistischer als je zuvor. Der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Solarwirtschaft, Carsten König, eröffnete am Montag die Solarmesse Intersolar. Er sieht die Lage der Firmen momentan so schlecht wie noch nie. So mussten in den letzten Jahren bereits mehrere Solarfirmen Insolvenz anmelden. Unter anderem zum Beispiel der führende Hersteller Q-Cells und die Solarwatt AG.
Die Messe Intersolar steht damit unter einem nicht ganz so glänzenden Stern. Auch hier macht sich die Krise auf den ersten Blick bemerkbar. Im Vergleich zum letzten Jahr fielen ganze 300 Aussteller weg. Seit Montag und bis heute (Freitag) werden aber dennoch um die 80.000 Besucher erwartet.
Der Druck unter den Herstellern ist derzeit hoch. Auch international ist die Krise spürbar. Dies wirkt sich natürlich wiederum auf den Arbeitsmarkt aus. So fielen in den vergangenen Wochen mehr als 10.00 Arbeitsplätze in ganz Deutschland weg.
Auch die Politik ist nicht ganz unschuldig an dem Dilemma – ganz im Gegenteil, denn der monatelange Streit um die Solarförderung verunsichert nicht nur die Hersteller, sondern auch die Kunden der Solarindustrie. Die Firmen müssen mit einer großen Anzahl an Stornierungen leben. Auch außerhalb Deutschlands verunsichern die derzeitigen Verhandlungen über die Förderhöhen, die Hersteller. Für den Bundesverband Solarwirtschaft steht fest, dass die Solartechnik einfach noch nicht so weit ist, als das sie allein existieren könne. Sie sei vielmehr auf verlässliche politische Rahmenbedingungen angewiesen.
Eine große Errungenschaft ist der Solarindustrie aber schon heute zu verdanken: Auf dem eignen Hausdach Solarstrom zu produzieren ist dank der gesunkenen Preise der Solartechnik mittlerweile billiger als „normaler“ Strom.